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Amazon.de Rezensionen:Durchschnittliche Kundenbewertung:![]() Kitschroman mit ein wenig MittelalterWas wurde mir nicht vorgeschwärmt von der geradezu unerträglichen Spannung in den Hebamme-Büchern! Als Freundin historischer Romane habe ich mir Teil 1 dann mit mittleren Erwartungen vorgenommen. Dass mir der Schreibstil gleich auf den ersten Seiten recht hölzern vorkam, nahm ich noch billigend hin und auch das drastisch schnelle Wechseln von Schausplätzen, Ereignissen und neuen Figuren versuchte ich noch als gewöhnungsbedürftig abzutun. Allerdings konnte ich mich während der ganzen 650 Seiten auf diese Abstriche nicht wirklich einstellen. Damit allein könnte ich zur seichten Unterhaltung vielleicht noch leben, aber bei dem was Sabine Ebert in ihrem Roman an hanebüchener Story und platten Charakteren auf die Buchseiten quetscht, kann am Ende nur noch mit einer öden Schnulze oder aber einem Märchenbuch verglichen werden, wenn nicht die brutalen Einlagen wären. Man muss ja schließlich bestätigen wie grausam das Mittelalter war. Nebenbei kommt die Umgebung in Sachsen viel zu kurz. Ausführliche Beschreibungen der Szenerie sind fast nicht vorhanden, eigentlich ist es völlig egal wo das Buch spielt. Alle Bösen in Eberts' Roman sind durchweg böse, alle Guten praktisch mit einem Heiligenschein geboren. Die Hauptperson Marthe selbst ist tadellos und perfekt. Alles macht sie richtig, sie ist natürlich wunderschön, immer weiß sie bescheid, alle Männer verlieben sich entweder gleich in sie oder wollen sie sofort "nehmen" oder eben beides. Und weil das noch nicht reicht, muss sie auch noch hellsehen können. Eine so fehlerlose Überheldin, die auch eine brutale Vergewaltigung nach der anderen in sehr jungem Alter wegsteckt, lässt zumindest mich völlig kalt. Dazu kommt der guuuuute Ritter Christian, der immer nur seine Ehre und seine Trauer um irgendeine Verflossene im Kopf hat, selbstverständlich der beste Kämpfer aller Zeiten ist und es mit allen gut meint. Auch alle anderen gefühlten 500 Charaktere lassen sich problemlos nach schwarz und weiß einteilen, sofern man sie noch auseinander halten kann. Das mehr als vorhersehbare Ende verkommt dann komplett zur Schmachtschmonzette. Alles wird gut, alle werden glücklich. Super! Vielleicht richtet sich diese Art von Literatur einfach schlicht mehr an Freunde leichter Literatur und Leserinnen von Frauenromanen im allgemeinen. Irgendwo müssen die guten Bewertungen ja herkommen. Wer lieber Tiefgründigeres liest, wird mit der Hebamme aber wenig anfangen können. Fesselnder Roman"Das Geheimnis der Hebamme" ist ein fesselnder Roman mit nachhaltiger Wirkung - der Leser ist auch im Nachhinein davon bewegt. Allerdings kommen die medizinischen Aspekte darin zu kurz - z.B. bei Geburten. Es wird immer wieder erwähnt, dass Marthe feststellen kann, wie weit die Gebärende ist, indem sie ihren Leib von außen abtastet. Das ist einfach falsch - die Hebammen heutzutage kontrollieren immer, wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Marthes Fähigkeit, die Zukunft vorauszusehen, hat mich persönlich nicht gestört, ebensowenig das Thema Hexenverfolgung im 12. Jahr}hundert (die Hexenverfolgung begann ja erst im 15. Jahrhundert, also zu Beginn der Neuzeit, nicht im Mittelalter). Das allerdings finde ich ist künstlerische Freiheit, und ich sehe nicht unbedingt etwas Schlechtes darin, Fantasy einem historischen Roman beizumengen. Was mich etwas störte, war diese Schwarz-Weiß-Malerei. Mir gefallen in dem Roman jene Figuren am besten, die nicht eindeutig gut oder böse sind, wie z.B. Otto, der Markgraf von Meißen, oder Ritter Ekkehart in "Der Spur der Hebamme". Es macht eine Figur interessant, wenn sie Fehler hat, wenn sie nicht heilig und unbescholten ist, denn das macht sie menschlich. Die 4 Punkte sind für die nachhaltige Wirkung, die dieses Buch auf mich hatte, und für die Spannung, die die Autorin aufzubauen versteht. Lese-Highlightein suuuuuper Buch für alle Mittelalter-Liebhaber. Konnte das Buch kaum zur Seite legen, freue mich schon auf die Fortsetzung... Alle Angaben ohne Gewähr |
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